Das Loreley Lied im Chor („Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“) ist ein berühmtes deutsches Lied der Rheinromantik: Text/Gedicht von Heinrich Heine (1824, später im Umfeld von Buch der Lieder verbreitet), populär als Lied vor allem durch die Vertonung/Melodie von Friedrich Silcher (1837). Inhaltlich verbindet das Stück die Loreley-Sage mit dem realen Schauplatz Loreley-Felsen am Rhein bei St. Goarshausen im Oberen Mittelrheintal (UNESCO-Welterbe): die schöne Frau oben auf dem Felsen, goldenes Haar, goldener Kamm, Gesang, Schiffer, kleines Schiff, Felsenriffe, Strömung, Gefahr und Schicksal. Historischer Hintergrund: Die literarische Sage wurde in der Romantik maßgeblich durch Clemens Brentano (1801, „Lore Lay“) geprägt, Heine machte sie weltberühmt; Silchers eingängige Melodie trug zur Verbreitung als Schul-, Chor- und Volkslied bei.
Text/Lyrics:
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein;
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Loreley getan.
Weiterführende Informationen
Loreley-Sage und Felsen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Loreley
Gedicht „Die Loreley“ von Heinrich Heine:
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Lore-Ley
Friedrich Silcher – Leben & Werk:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Silcher